Abstract
Im Jahre 1934 (1935) hat Issler über die zur Verwandschaft der Luzula alpino-pilosa (Chaix) Breistr. (=Luzula spadicea [All.] DC.) gehörende Luzula Desvauxii Kunth der Vogesen eine ausführliche systematische und pflanzengeographische Studie veröffentlicht. Er bezog auch die bisher stets als L. alpino-pilosa, von Buchenau und Ascherson und Graebner als L. spadicea var. Allionii E. Meyer gedeutete Pflanze des Belchens im Schwarzwald (Baden) in seine Untersuchungen ein. Sie zeitigten folgendes Ergebnis: in den Vogesen fehlt L. alpino-pilosa. Sie wird hier ersetzt durch die in den Pyrenäen, im französischen Zentralmassiv u. a. heimische L. Desvauxii und eine diese mit L. alpino-pilosa verbindende Variante, die Issler als var. vosegiaca bezeichnet. Die Sippe des Belchens zählt er zwar zu L. alpino-pilosa (bezw. spadicea), jedoch nicht zur typischen Form, bzw. zur var. Allionii, sondern sieht in ihr eine ebenfalls zu L. Desvauxii überleitende und von deren var. vosegiaca schwer oder überhaupt nicht zu trennende Form: L. spadicea var. Kneuckeri Issler. Der Grund, weshalb Issler trotz der von ihm selbst ausdrücklich eingeräumten Schwer- oder Nichtunterscheidbarkeit beider «Varietäten» die eine zu L. Desvauxii, die andere zu L. alpino-pilosa stellt, ist anscheinend vorallem der, dass er jene als aus den Pyrenäen in die Vogesen und diese als aus den Alpen in den Schwarzwald eingewandert vermutet.

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