Zum Problem des mittelholozänen Ulmenabfalls im Gebiet des Zürichsees (Schweiz)

Abstract

Es ist schon lange bekannt, dass im späten Atlantikum oder im frühen Subboreal in ganz Nord- und Mitteleuropa in den Pollendiagrammen der sog. Ulmenabfall festzustellen ist. Seine mutmasslichen Ursachen haben die Pollenanalytiker immer wieder beschäftigt, da er, abgesehen von der grossräumigen Verbreitung, durch vier Punkte in der Vegetationsgeschichte bedeutungsvoll ist:
1. Der Ulmenabfall liegt in der Nähe der Pollenzonengrenze Atlantikum/Subboreal.
2. Er ist oft verknüpft mit einem allgemeinen EMW-(Eichenmischwald-) Rückgang, manchmal auch mit einem solchen von Hedera und Viscum.
3. Er liegt in Mitteleuropa in der Zeit der Buchenausbreitung, im alpennahen Gebiet auch der Tannenausbreitung.
4. Er liegt in der Zeit des ersten Auftretens von Kulturpflanzenpollen.

https://doi.org/10.12685/bauhinia.1989
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