Abstract
1934 bestimmte Lauterborn den beim Rötelsteinfelsen bei Grenzach im Distrikt Oberberg des Naturschutzgebietes Buchswald stehenden Frühlingsahorn als «einen für Deutschland neuen wilden Waldbaum». Obwohl seinerzeit alle Forstdienststellen angewiesen wurden, auf frühaustreibende Ahorne zu achten, blieb die Suche erfolglos. Fast 50 Jahre später gelang es, im Gemeindewald von Wyhlen im Distrikt Klosterhau, im unteren Teil des zum Rührberg verlaufenden Keusbodengrabens, vier weitere Frühlingsahorne festzustellen. Sie wurden 1982 und 1983 entdeckt. Ob weitere Standorte zu finden sein werden, muss offen bleiben. Üblicherweise blüht und treibt der Frühlingsahorn 4 -6 Wochen vor den übrigen Waldbäumen ab Mitte März. 1984 kam der Frühling erst mit sechswöchiger Verspätung, so dass der sonst sehr auffällige Baum in der diesjährigen, explosionsartig einsetzenden Laubausbildung des Waldes rasch verschwand. Weitere Bäume in belaubtem Zustand zu suchen, ist nahezu unmöglich. Die Zeit der Suche beschränkt sich somit auf das zeitige Frühjahr.

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