Abstract
Salix purpurea L. zeichnet sich aus durch bedeutende Anpassungsfähigkeit an verschiedene Bodenverhältnisse; dabei kann sich ihre Wuchsform stark verändern: Exemplare auf mageren, sandig-trockenen Böden besitzen kürzere, schlanke Blätter und kleinere Kätzchen. Derartige Sträuchlein «aus ariden Kulturen» beschrieb Friedrich Wimmer (1849) in Pressburg als Salix purpurea var. gracilis. Verpflanzt man solche gracilis-Typen in bessere Böden, so entwickeln sie sich oft zu normalen Sträuchern. Diese Kümmerformen sind daher keine eigentlichen Varietäten, sie dürften eher als «forma gracilis» aufgefasst werden.

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Copyright (c) 2025 Dr. Dagmar Lautenschlager-Fleury, Dr. Ernst Lautenschlager-Fleury
